Hilfe für Ukraine - Ihre Hilfe ist nötig

Obdach für Kriegsflüchtlinge

Für kurze Zeit, in Ihrem Rahmen: Von ein paar Nächten bis längerfristig können Sie auf der Seite des Vereins Münchner Freiwillige Wohnraum für Kriegsflüchtlinge anbieten.

Geldspenden

Für bedarfsgerechte Hilfe vor Ort können Sie an die Diakonie Katastrophenhilfe spenden.

Sachspenden

Sachspenden werden ökumenisch mit der Ukrainischen Gemeinde Maria Schutz und Hl. Apostel Andreas in die Ukraine weitergeleitet. Bitte achten Sie auf die regelmäßig aktualisierte Liste der benötigten Sachspenden. Annahme: 

  • Heinrich-Kley-Str.2, 80807 München, von 10.00 – 20.00 Uhr
  • Pfarramt Passionskirche, Kleinstr. 2, zu Büroöffnungszeiten Mo., Di., Do, Fr., 9.30 – 11.30 Uhr | Mi. 17.00 – 19.00 Uhr

Artikel zum Thema Ukraine

Mit einer ungewöhnlichen Fastenaktion demonstriert die evangelische Kirchengemeinde Heilig-Kreuz-Passion in Berlin-Kreuzberg ihre Solidarität mit der Ukraine: In der Fastenzeit will sie den Gas- und Heizenergieverbrauch um 50 Prozent der üblichen Menge reduzieren und fordert weitere Kirchengemeinden auf, sich der Aktion anzuschließen.

„Jeder zweite Kubikmeter Gas kommt aus Russland. Mit jedem Kubikmeter verbranntem Gas finanzieren wir den Krieg in der Ukraine. Dieser Gedanke ist unerträglich“, sagt Pfarrer Peter Storck, „Durch unseren Energiehunger steigen die Preise und damit die Kriegsdividende. Das dürfen wir nicht weiter vorantreiben“ Durch ein bewusstes Drosseln des Gasverbrauchs um 50 Prozent wolle man die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine verdeutlichen. Pfarrer Peter Storck: „Wir brauchen dieses Gas nicht in diesen Mengen.“ Im Gottesdienst wolle man wärmende Decken verteilen. Die Aktion startete ab Aschermittwoch, 2. März 2022.

Die Passionskirche bezieht im Gemeindehaus und Kirche kein Gas. Im Pfarrhaus mit Dienst- und Privaträumen sorgen smarte Thermostate dafür, dass nur diejenigen Räume geheizt werden zu den Zeiten, in denen sich Personen in ihnen länger aufhalten.

Gerne stehen wir mit unseren Erfahrungswerten zur Verfügung und laden Sie ein, Gas einzusparen.

Balkenkreuz
Bildrechte: ELKB

Liebe Schwestern und Brüder,
die Ereignisse des Krieges in der Ukraine machen uns fassungslos aber haben gleichzeitig zu intensiven Kontakten mit den Kirchen in Mittel-Ost-Europa geführt, mit denen wir eng verbunden sind. Ausdrücklich danke ich für alle Fürbitten und Friedensgebete der letzten Tage und für die vielfältigen Initiativen zum Frieden vor Ort.


Die DELKU (die Deutsche Evang.-Luth. Kirche in der Ukraine) ist eine Partnerkirche der ELKB. Viele Menschen in dieser Kirche sind uns persönlich bekannt und das Leid in der Ukraine bekommt so Namen und Gesichter für uns.
Wir möchten Ihnen mit diesem Schreiben einige ganz aktuelle Informationen zur Ukraine weitergeben.


Vom Bischof der DELKU, Pavlo Shvartz, gibt es folgendes aktuelles Interview:
https://www.evangelisch.de/inhalte/197681/26-02-2022/nehmt-fluechtlinge…


Eine hilfreiche Quelle für Infos aus den orthodoxen Kirchen ist der NÖK (Nachrichtendienst östliche Kirchen). Wie sich die orthodoxen Kirchen aktuell zu Russland stellen, findet sich dort.
https://noek.info/component/acym/archive/298-noek-spezial-ii-zum-krieg-…

Was können wir als Evang.-Luth. Kirche in Bayern tun?
- Jetzt noch enger zusammen rücken mit unseren Partnern in Mittelosteuropa
- Eine gemeinsame Unterstützung der verschiedenen Länder und Kirchen für die Geflüchteten ist nötig und hilfreich
- Die engen Kontakte mit den lutherischen Kirchen in Polen und Ungarn noch intensivieren in Hinblick auf die Zusammenarbeit bei der Unterstützung der Flüchtlinge
- Gemeindliche und andere partnerschaftliche Kontakte vor allem zu unserer Partnerkirche nach Ungarn nutzen
- Zu Friedensgebeten am Ort zusammen mit unseren ökumenischen Partnern aufrufen – auch mit orthodoxen Gemeinden
- Bei Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern für die gemeinsame Flüchtlingspolitik der europäischen Länder und die unbürokratischen Aufnahmeregeln für Geflüchtete aus der Ukraine danken

Die Türen nach Europa sind für die Geflüchtete aus der Ukraine offen. Jetzt kommt es auf uns an, Hilfen für sie vorzubereiten. Und endlich kommt auch eine gemeinsame Aufnahmestrategie in der EU in Gang.
Folgenden Text aus der Lutherischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Polen möchten wir gerne weitergeben:


„Unsere Trauer, Mitgefühl und ganze Aufmerksamkeit richtet sich jetzt an die Ukraine.
Wir haben die Frage aus der Deutschen Evangelische-Lutherischen Kirche bekommen, wie viele Menschen unsere Kirchengemeinden aufnehmen können.
Darauf haben wir sofort reagiert und der Bischof hat die Gemeinden angeschrieben https://en.luteranie.pl/nowosci/appeal_for_prayers_and_support_for_ukra…
Wir sammeln jetzt die Meldungen von den Gemeinden.
Gleichzeitig hat unsere Diakonie auch eine Spendenaktion angefangen: https://en.luteranie.pl/nowosci/call_for_donations_to_help_ukraine.html
Danke für Eure Sorge, Verbundenheit und Gebete und die Solidarität mit der Ukraine.
Unsere Hoffnung liegt bei Gott.“

Zuletzt: Der folgende Text aus Kamerun sollte uns bei allem Leid in der Ukraine nachdenklich machen und die vielen Krisen und Herausforderungen in anderen Teilen der Welt nicht vergessen lassen:


„Der sinnlose Überfall von Putin auf die Ukraine macht uns betroffen. Wie viele von uns hatte ich geglaubt, dass so etwas in Europa nach den leidvollen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr möglich ist. Nun müssen wir uns eines Besseren belehren lassen. Doch verschließen wir nicht die Augen vor den vielen Konflikten in der Welt, die es nicht oder nicht mehr in die Schlagzeilen schaffen. In Syrien ist der Krieg nicht beendet. Allein hier in Kamerun, einem der ärmsten Länder der Erde, brennt es an allen Ecken und Enden - Konflikt in den englischsprachigen Regionen im Südwesten und Nordwesten - Angriffe von Boko Haram im Norden - Stammesfehden im Nordosten. Aus menschlicher Sicht gibt es keine Lösungen all dieser Konflikte.“

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern unterstützt über das Diakonische Werk in Bayern die Deutsche Evang.-Luth. Kirche in der Ukraine, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn und die Evangelische Kirche AB in Polen bei der Versorgung von Geflüchteten im Land und in den benachbarten Ländern. Auch in Bayern werden wir gemeinsam mit der Diakonie an der Seite der Geflüchteten sein.


Für diese Hilfe wurde ein spezielles Konto bei der ELKB eingerichtet:

Landeskirchenkasse der ELKB
Evangelische Bank eG
IBAN 57 5206 0410 0001 0101 07
Stichwort „Ukraine – SN00-0005“

Wir bitten Sie um Unterstützung der Kirchen in Mittel-Osteuropa und unserer Diakonie und Kirche bei der Hilfe für Menschen in und aus der Ukraine. Mit Gottes Hilfe wollen wir uns den aktuellen Herausforderungen stellen. Schon jetzt ein großes Dankeschön dafür.


Herzliche Grüßen und Gottes Segen
i.A.
Michael Martin
Oberkirchenrat

Logo der Evangelische Kirche in Deutschland
Bildrechte: EKD

Erschüttert und sprachlos stehen wir vor den Angriffen auf die Ukraine. Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen.

Grenzen zwischen Ländern werden verschoben, die Souveränität von Nationen wird missachtet, Völkerrecht wird gebrochen und der Friede auf unserem Kontinent aufs Spiel gesetzt.

Drohungen mit militärischer Übermacht und die willkürliche und gewaltsame Verschiebung vertraglich anerkannter Grenzen haben im 20. Jahrhundert unsägliches Leid auch und gerade über die Völker in Mittel- und Osteuropa gebracht, das auch und gerade von Deutschland ausging.

Wir sind gewiss: Sie können keine Mittel internationaler Politik sein und dürfen es nie wieder werden.

Die Evangelische Kirche in Deutschland verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine: „Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen“, so die Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus. Religionsübergreifend finden deutschlandweit Friedensgebete anlässlich des Krieges in der Ukraine statt.

Zur Angst vor weiterer militärischer Eskalation und sich ausbreitendem Krieg und zu unserem Mitgefühl mit den Menschen in den umstrittenen Gebieten, tritt die Sorge um die Grundlagen des Miteinanders der Völker in Europa und um die internationale Ordnung, wie sie sich zwischen den Staaten seit dem friedlichen Ende des kalten Krieges entwickelt hat. Wir sind überzeugt: Waffengewalt wird Leid und Unrecht nur vergrößern. Auch jetzt darf das diplomatische Gespräch mit Russland nicht abreißen. Unsere Kirchen und Gemeinden werden über unsere ökumenischen Beziehungen weiter den Kontakt mit unseren Brüdern und Schwestern in Osteuropa halten. Die Kraft und der Wille zum Frieden muss nicht nur bei den Regierenden wachsen; es ist wichtig, dass sie auch bei denen gefördert wird, die regiert werden.

Als Christinnen und Christen glauben wir „Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens“ (1. Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 13).

Wir weigern uns zu glauben, dass keine Chancen mehr auf Verständigung und für einen gerechten Frieden bestehen.

Wir beten für die Verantwortlichen auf allen Seiten um Einsicht und Besonnenheit, um Mut zu Umkehr und Gerechtigkeit und wir stehen ein für die Hoffnung auf neue Wege zu einem Miteinander der Völker, das berechtigte Interessen ausgleicht und zugleich geltendes Recht stärkt und bewahrt.

Mit unseren Partnerkirchen Christen in Russland und der Ukraine, in Polen und im Baltikum und mit allen Menschen guten Willens wissen wir uns versöhnt durch den Gott des Friedens.

    „Wir rufen zu Gott: Gib Frieden, Herr, wir bitten! Die Erde wartet sehr. Es wird so viel gelitten, die Furcht wächst mehr und mehr. … Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt, und mach aus uns ein Zeichen dafür, dass Friede siegt.“

 

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen,

Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland